Zeitleiste der fünf Erdbeben in Saimbeyli und Sumbas am 4. Oktober 2026
Originalgrafik von Turkey Compass auf Grundlage der AFAD-Daten

Am Sonntag, 4. Oktober, wurden im Süden der Türkei fünf Erdbeben registriert. Im Kreis Saimbeyli in der Provinz Adana ereigneten sich Beben der Stärke 4,8 um 14:19 Uhr, 4,9 um 14:36 Uhr, 4,4 um 19:00 Uhr und 4,3 um 20:28 Uhr. Im Kreis Sumbas in Osmaniye wurde um 14:43 Uhr ein Beben der Stärke 5,2 gemessen. Nach den bisherigen Kontrollen meldeten die Behörden weder Todesopfer noch Verletzte oder bestätigte Sachschäden; die Untersuchungen vor Ort dauern an.

Die bestätigten Messwerte

Die ersten beiden Beben in Saimbeyli lagen in 7,99 beziehungsweise 8,67 Kilometern Tiefe. Die späteren Ereignisse der Stärke 4,4 und 4,3 sowie das Beben der Stärke 5,2 in Sumbas wurden in rund sieben Kilometern Tiefe registriert. Die Erschütterungen waren auch in Nachbarprovinzen zu spüren. Die Kommunikationsdirektion des Präsidenten bestätigte laufende Gelände- und Lagekontrollen.

Schulen öffnen planmäßig

Der Gouverneur von Adana, Mustafa Yavuz, erklärte, die Kontrollen an Schulen seien abgeschlossen; ein Hindernis für den Unterricht am Montag sei nicht festgestellt worden. Ohne eine neue amtliche Mitteilung findet der Unterricht somit regulär statt. AFAD-Teams bleiben in Feke und Saimbeyli über Nacht einsatzbereit.

Hinweise für Reisende und Einwohner

Bei einer weiteren Erschütterung gilt: hinunterbeugen, Schutz suchen und festhalten. Abstand zu Fenstern halten und keine Aufzüge benutzen. Nach dem Beben auf Gasgeruch, beschädigte Leitungen und sichtbare Risse achten. Die 112 ist für akute Notfälle bestimmt. Sammelplätze sind über e-Devlet oder die örtlichen AFAD-Seiten abrufbar.

Keine allgemeine Verkehrssperre gemeldet

In den bis zur Veröffentlichung geprüften amtlichen Mitteilungen wurde keine pauschale Sperrung von Straßen, Flughäfen oder öffentlichen Verkehrsmitteln angekündigt. Wer eine Reise in die direkt betroffenen Landkreise plant, sollte dennoch kurz vor der Abfahrt die Mitteilungen der Gouvernements, der Straßenbehörden und des Beförderers prüfen.

Warum Gerüchte besonders riskant sind

Eine Bebenserie erlaubt keine verlässliche Vorhersage von Zeitpunkt oder Stärke eines weiteren Ereignisses. Behörden warnten zudem vor alten Aufnahmen, die als aktuelle Bilder verbreitet werden. Maßgeblich sind die Zeit- und Ortsangaben im AFAD-Katalog sowie neue Mitteilungen der zuständigen Stellen; sichtbare Gebäudeschäden sollten unmittelbar den Einsatzkräften gemeldet werden.