
Die Überschrift „Das Vertrauen ist gestiegen“ klingt positiv, aber ohne Skala ist es leicht, die falsche Schlussfolgerung zu ziehen. Der Juli-Index hat sich verbessert, bleibt aber in der Vorsichtszone.
Was sich im Juli geändert hat
Der Verbrauchervertrauensindex stieg von 87,9 im Juni auf 89,8 im Juli, was einem Anstieg von 2,2 % entspricht. Die Einschätzung der aktuellen Finanzlage der Haushalte stieg um 3 % und die Erwartungen der allgemeinen Wirtschaftslage für die nächsten 12 Monate um 5,2 %.
Warum 89,8 nicht optimistisch ist
Die TÜİK-Methodik verwendet eine Skala von 0 bis 200. Ein Wert über 100 entspricht einer optimistischen Stimmung und unter 100 einer pessimistischen Stimmung. Daher deuten die Daten auf eine Verbesserung der Erwartungen hin, aber nicht auf einen Übergang der Verbraucher zu einer zuversichtlich positiven Einschätzung der Wirtschaft.
Was bedeutet das für das Geschäft?
Verbesserte Erwartungen könnten die Nachfrage stützen, aber die Absicht, für langlebige Waren auszugeben, sank im Juli um 0,8 %. Es ist ratsam für Unternehmen und Investoren, über den Gesamtindex hinaus zu den tatsächlichen Verkäufen, Kreditkosten und dem Kaufverhalten zu schauen. Ein Monat steigender Stimmung bildet noch keinen stabilen Trend.