In der Türkei wurden im Juli 2026 insgesamt 207.508 Fahrzeuge erstmals zugelassen. Gegenüber Juni war das ein Plus von 6,6 %, im Vergleich zum Vorjahresmonat jedoch ein Rückgang um 19,4 %. Beide Werte gehören zusammen: Sie messen unterschiedliche Vergleichszeiträume.
Motorräder und Pkw bestimmten das Bild
Auf Motorräder entfielen 48,1 % der Juli-Zulassungen, auf Pkw 38,0 % und auf leichte Nutzfahrzeuge 9,4 %. Ende Juli waren landesweit 34.746.396 Kraftfahrzeuge registriert. Im selben Monat wechselten 907.846 Fahrzeuge den Halter. Diese Umschreibungen zeigen Aktivität am Gebrauchtmarkt, sind aber keine Neuzulassungen.
Fast jeder zweite neue Pkw war elektrifiziert
Von Januar bis Juli erreichten Hybride 31,8 % und reine Elektroautos 18,0 % der neu zugelassenen Pkw. Zusammen sind das 49,8 % – eine Berechnung von Turkey Compass aus den von TÜİK veröffentlichten Anteilen. Benziner kamen auf 41,0 %, Diesel auf 8,1 % und Autogas auf 1,1 %.
Im gesamten Bestand dominieren weiterhin Verbrenner
Im türkischen Pkw-Bestand lagen Dieselmodelle Ende Juli bei 32,1 %, Benziner bei 31,0 % und Fahrzeuge mit Autogas bei 29,3 %. Hybride erreichten 4,9 %, Elektroautos 2,6 %. Die Neuzulassungen verändern sich somit deutlich schneller als der Fahrzeugbestand auf den Straßen.
Was Käufer aus Deutschland prüfen sollten
Die Zulassungszahlen sagen nichts über den Kaufpreis oder die laufenden Kosten eines einzelnen Fahrzeugs aus. Relevant sind Versicherung, Kraftfahrzeugsteuer, Wartung, Lade- oder Tankmöglichkeiten, das autorisierte Servicenetz und der spätere Wiederverkauf. Bei Gebrauchtwagen bleiben eine unabhängige Prüfung und die Kontrolle der amtlichen Fahrzeughistorie unverzichtbar.