Einzelhandelsimmobilie und Bürotürme als Symbol für den türkischen Gewerbeimmobilienmarkt
Redaktionelles Motiv von Turkey Compass

Gewerbeimmobilien in der Türkei wurden im zweiten Quartal 2026 in Lira deutlich teurer, hielten inflationsbereinigt jedoch nicht Schritt. Der Index der Zentralbank stieg gegenüber dem Vorquartal um 5,5% und gegenüber dem Vorjahr nominal um 29,4%; real lag er 2,2% niedriger. Für Anleger aus Deutschland und Europa ist diese Differenz entscheidend.

Einzelhandel und Büros entwickelten sich unterschiedlich

Einzelhandelsimmobilien verteuerten sich im Quartal um 5,4% und im Jahresvergleich um 29,2%, verloren real aber 2,4%. Büroimmobilien legten um 6,0% beziehungsweise 30,6% zu; real betrug die Jahresveränderung minus 1,3%. Die Indizes zeigen den Gesamtmarkt, nicht die Rendite eines einzelnen Objekts.

Ankara lag vor Istanbul und Izmir

Die jährliche Preissteigerung betrug in Ankara 32,5%, in Istanbul 27,8% und in Izmir 25,7%. Im Quartalsvergleich waren es 6,4%, 5,3% und 5,0%. Lage, Mieterbonität, Gebäudezustand und Erreichbarkeit können innerhalb einer Stadt stärker wirken als der Durchschnitt.

Was vor einem Kauf gerechnet werden muss

Zur Kaufpreisanalyse gehören Nettomiete, Leerstand, Ausbau, Instandhaltung, Steuern, Finanzierung und Verkaufsliquidität. Wer in Euro rechnet, muss zusätzlich den Lira-Wechselkurs modellieren. Ein hoher nominaler Preisanstieg ist keine Garantie für eine reale oder in Euro gemessene Rendite.

Wofür der Index geeignet ist

Der Zentralbankindex dient als Marktvergleich. Für ein konkretes Objekt braucht es belegte Mietverträge, Vergleichstransaktionen, eine unabhängige Bewertung sowie die Prüfung von Grundbuch und Baurecht. Der Beitrag ersetzt keine individuelle Rechts- und Steuerberatung.

Türkische Zentralbank — Preisindex für Gewerbeimmobilien, 2. Quartal 2026

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